Lebensgrundlagen schützen

LIDL-Verteilzentrum

Ja zur Wirtschaft, aber nur mit der Umwelt

 

Lidl plant auf dem Gugelmann-Areal ein Verteilzentrum. Einige umliegende Gemeinden sorgen sich vor allem um die Verkehrssicherheit, da der Lastwagenverkehr im Westen ab Niederbipp, im Norden ab Rothrist und im Süden ab Reiden über die Autobahnen A1 und A2 abgewickelt werden soll.

Gemäss Angaben sollen ca. 700 Lastwagenfahrten täglich anfallen. In Langenthal würde dies die Nordtangente betreffen. Beim Bau des Verteilzentrums wird nicht auf die Klimaverträglichkeit oder auf den Klimaschutz geachtet. Die Zulieferung der Waren aus Deutschland und dem restlichen EU-Raum erfolgt ausschliesslich per LKW. Der vorhandene Bahnanschluss wird nicht genutzt.

 

Grundsätzlich ist gegen das Projekt nichts einzuwenden, da wir die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Ansiedlung eines grossen Unternehmens im Oberaargau begrüssen. Jedoch müssen die Verkehrssicherheit für unsere Bürger und der Umweltschutz bezüglich des Gütertransportes gewährleistet sein.

Es bleiben viele offene Fragen…

  1. Hat das Verteilzentrum überhaupt Vorteile für die Region?

    1. Ein Verteilzentrum zahlt keine Steuern in Roggwil, da es keinen Gewinn erwirtschaftet.

    2. Die Arbeitsplätze werden nicht der Region zugutekommen. Die Chauffeure und Logistiker werden vorwiegend aus Süddeutschland und dem Elsass mit PKW’s nach Roggwil pendeln

  2. Wieso wird das zusätzliche Verkehrsaufkommen von LKW’s und PKW’s als unproblematisch eingestuft:

    1. Die Studie wurde von Lidl selbst in Auftrag gegeben.

    2. Wer hier in der Region wohnt, weiss um die Verkehrsproblematik in der Region und besonders in Langenthal, Bützberg, Aarwangen und Wynau. 

    3. Die Frage ist immer was als zumutbar erachtet wird und was Lebensqualität für die Menschen, die hier wohnen bedeutet.

    4. Die Unfallgefahr für Kinder wird steigen.

    5. Die Lärmemissionen, besonders in der Nacht, werden steigen.

    6. Der Gleisanschluss wird nicht genutzt. Dieser könnte für die Anlieferung von Waren Entlastung für das Verkehrsaufkommen bringen.

  3. Ist ein Verteilzentrum zukunftsorientiert?

    1. Kurze Lieferwege sind aus Umweltpolitischer Sicht die Zukunft. (Regionale Produkte, die regional verarbeitet werden.)

    2. Eine regionale Produktionskette mit kurzen Wegen würde mehr Arbeitsplätze und Mehrwert schaffen als ein Verteilzentrum.

 

Grundsätzlich

Für eine zukunftsorientierte Produktionskette braucht es aber ein Umdenken der ganzen Gesellschaft und aller Grossverteiler. „Alles hat seinen Wert, die Frage ist, wer den Preis bezahlt“. Wir wollen nicht, dass der Preis die Umwelt, schlecht gehaltene Tiere, Arbeiter und Produzenten mit miesen Bedingungen und die Verkehrsgeplagte Bevölkerung bezahlen.

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